Im Dezember durfte sich der Grosse Rat mit dem Budget für das Jahr 2018 auseinandersetzen. Anders als in Kantonen wie die beiden Basel und Luzern ist dies ein weniger umstrittenes Thema in Graubünden, obwohl die Diskussion zur genauen Ausgestaltung nicht ausblieb. Insbesondere im Kulturteil des Budgets durfte der Grosse Rat sich noch mit Anträgen auseinandersetzen, so auch mit dem Auftrag Toutsch (siehe Grafik). Der Antrag wollte das Budget der Lia Rumantscha kürzen, weil diese sich gegen die No-Billag-Initiative ausgesprochen hat, welche die Existenz des Rätoromanischen Radio und Fernsehens gefährdet. Interessanterweise haben so die zwei Präsidenten der beiden Pro Idioms Engiadina und Surselva, Domenic Toutsch (SVP/Sur Tasna) und Lorenz Alig (FDP/Ilanz), den Einsatz der Lia Rumantscha für die rätoromanische Sprache mit Geldern, welche gar nicht vom Kanton oder Bund stammen, kritisiert und eine Abstrafungsaktion probiert. Der Grosse Rat ist diesem Vorschlag allerdings nicht gefolgt, und hat mit einem deutlichen Resultat den Beitrag an die Lia Rumantscha beibehalten.